Anhaltender Druck beginnt zu wirken - Jobcenter Unterallgäu simuliert Bürgerfreundlichkeit

Am 14.12.2012 sah das Jobcenter Unterallgäu endlich seine Chance, uns am Ende des Jahres und kurz vor Weihnachten doch noch eins "mitzugeben". Auf Grundlage eines Gesetzes, das "Hartz-IV"-Empfänger unter weitgehende behördliche Totalüberwachung stellt, hatten sie doch tatsächlich etwas Außerordentliches herausgefunden: meine Frau hatte Nebeneinkünfte erzielt, was sie uns ganz stolz mitteilten.

Ach Du liebe Zeit! Jetzt waren wir aber reif. Oder?

Wirklich bedauernswert war auch an dieser Episode der "Never Ending Story", dass sie für das Jobcenter wegen etlicher weiterer bizarrer Ungereimtheiten ebenfalls wieder so extrem nach hinten losging, dass sich das Jobcenter mit seinem Schreiben gestrigen Datums (11.01.2013) nunmehr wohl genötigt sah, wenigstens so etwas wie Bürgerfreundlichkeit zu simulieren.

E-Mail

Chef des Jobcenters Unterallgäu versucht mit - anscheinend - dreister Lüge, Rechtsbruch vor der Öffentlichkeit zu kaschieren

Über den Rechtsbruch des Jobcenter Unterallgäu im Zusammenhang mit meiner Heirat habe ich an anderer Stelle bereits ausführlich berichtet.

Am gestrigen Tage erschien in der lokalen Presse, der "Memminger Zeitung", dieser schöne und aussagekräftige Artikel (3 MB, bitte Geduld beim Laden), der bedauerlicherweise sowohl den Geschäftsführer des Jobcenter Unterallgäu, Zwinger, als auch den Landrat zu Stellungnahmen nötigte.

Besonders bemerkenswert, jedoch keineswegs in dieser Form unerwartet, ist folgende Aussage Herrn Zwingers: "Sein Stellvertreter sei jedoch davon ausgegangen, dass das Paar ab sofort zusammenlebe."

Dies soll wohl, im Zusammenhang mit weiteren Aussagen, den Eindruck erwecken, dass es sich um ein "bedauerliches Missverständnis" gehandelt habe.

E-Mail

Offener Brief an Landrat und Vorsitzenden der Agentur für Arbeit Kempten-Memmingen nach irreführenden Äusserungen des Chefs des Jobcenter Unterallgäu in der Memminger Zeitung

Den Hintergrund der beiden nachfolgenden offenen Briefe schildere ich hier. Dort gibt es auch den Artikel aus der Memminger Zeitung, in dem der Landrat das Jobcenter Unterallgäu "grundsätzlich lobt".

Bereits 2007 hatte meine heutige Frau den Landrat über den seinerzeitigen massiven Rechtsbruch seitens des Jobcenters informiert. Schon damals kam vom Landrat wenig mehr als Bedauern.

2008, dem Jahr, in dem das Jobcenter mir gegenüber seinen ersten intensiven Rechtsbruch verübte, prangerte die Memminger Zeitung die im Vergleich zu den übrigen Jobcentern der Region zu harte und zu schnelle Sanktionierungspraxis des Jobcenter Unterallgäu an.

Neben den üblichen Dementis der Betroffenen - Chef des Jobcenters und Chef der Agentur für Arbeit Memmingen als Disziplinarvorgesetzter des Jobcenters - stellte sich der Landrat "voll hinter die Beschäftigten" des Jobcenters.

 

E-Mail

Zeit Aufzuwachen

Ich habe hier schon viele Thesen über die wahren Ursachen von "Hartz-IV" verbreitet: Ausweitung des Niedriglohnsektors, Aufrechterhaltung der illuisonären Lebenslüge der Politik, dass "Vollbeschäftigung" möglich sei und - ganz wichtig - eine sehr bequeme Möglichkeit zur Fälschung der Arbeitslosenstatistik.

Gestern fiel mir, nachdem ich diesen Artikel in der Süddeutschen las, der über einen absoluten Sanktionsrekord - mehr als 1 Millionen "Hartz-IV" Sanktionen pro Jahr - berichtet, ein noch viel beunruhigender Grund ein:

"Hartz-IV" ist ein Massenexperiment, wahrscheinlich das größte und umfassendste soziale Experiment in der Geschichte der BRD, um herauszufinden, wie weit sich in Deutschland lebende Arbeitslose bevormunden, gängeln und unterdrücken lassen bzw. wie weitgehend sie bereit sind, auf ihre GRUNDRECHTE zu verzichten.

Daraus lässt sich dann vermutlich sehr leicht darauf rückschliessen, wie man vorgehen muss/kann, um LANGSAM eine (europaweite) Diktatur - siehe weiter unten - so durchzusetzen, dass das Volk nicht oder geringstmöglich "aufmucken" wird.

 

E-Mail

Offener Brief an den Landrat zeitigt ersten Erfolg (Hartz IV - Wehrt Euch!)

Ich hatte bereits von der neuesten Schikane des Jobcenter Unterallgäu berichtet, meine Frau neuerdings monatlich zu so genannten "Beratungsgesprächen" einzuladen und ihr dabei auch noch - rechtswidrig - jedes Mal eine neue so genannte Eingliederungsvereinbarung (EGV) anzubieten.

Nachdem mir der Geschäftsführer des Jobcenters auf meine Beschwerde noch trotzig und rechthaberisch wie immer entgegnete, dass seine "Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter [...] den gesetzlichen Auftrag des SGB II [verfolgen], erwerbsfähige Leistungsberechtigte bei der Aufnahme einer Erwerbstätigkeit zu unterstützen. Sowohl die Vermittlungsvorschläge als auch die Beratungsgespräche dienen ausschließlich diesem Zweck", ereignete sich heute etwas Erstaunliches:

Eigentlich waren wir - bzw. meine Frau - für morgen wieder "eingeladen".

Heute - 08.11.2012 - rief mich dann, NACHDEM ich den offenen Brief an den Landrat geschrieben hatte, unsere so geschätzte so genannte "Arbeitsvermittlerin" an, um den morgigen Termin mit der Begründung abzusagen, sie habe einen GANZ WICHTIGEN anderen Termin ausgerechnet zu dem Termin, zu dem sie uns ursprünglich eingeladen hatte.

WER ODER WAS DIESER "TERMIN" WOHL IST? Und warum gab es nicht - wie sonst immer - SOFORT einen Ausweichtermin?

 

E-Mail