Angebot, Nachfrage und Unternehmensinteressen

Unter dieser Überschrift möchte ich heute einmal mein Wissen, welches ich mir u. a. auch während meiner kaufmännischen Berufsausbildung, die ich mit dem Gesamtergebnis "gut" abschließen konnte, aneigenen konnte, preisgeben.

Ich glaube nämlich, dass dieses Wissen einigen "Nicht-Kaufleuten" relativ wenig, bzw. unbekannt sein dürfte.

Dieses Wissen erleichtert aber das Verständnis darüber, warum wir alle glauben (sollen) dass u. a. auch der Arbeitsmarkt (angeblich) so gut ist und sich die Politik  wirklich mit allen Mitteln die Mühe gibt,  diese Illussion aufrechtzuerhalten und auch die Tatsache, warum es mehr und mehr "Niedriglöhner" gibt, und die übrigen "Sauereien" der Politik, ungemein.

 

Zunächst einmal gibt es da das Angebot und die Nachfrage, aus dem dann der Markt entsteht. Angebot und Nachfrage regeln schlussendlich den Preis; logisch. Ich möchte einmal versuchen, dieses Gesetz einfach und für jedermann (-frau) verständlich zu erläutern und aufzeigen, mit welchen (cleveren) Mitteln die Politik versucht, diesen "Glauben" aufrechtzuerhalten.

Das Angebot:

Stellt grundsätzlich diejenige Menge an Waren und Dienstleistungen dar, die (aktuell) auf einem Markt angeboten werden. Das sind z. B. Autos, Bananen,  Zahnbürsten, Schuhe, aber auch alle (gemeldeten) Arbeitslosen.

Die Nachfrage:

Stellt diejenige Menge an Waren und Dienstleistungen dar, die tatsächlich nachgefragt wird. Auf dem Arbeitsmarkt wäre dass dann auch die Summe aller (angeblich) offenen (gemeldeten) Stellen der Arbeitgeber.

Der Markt:

Der Markt ist der Ort, an dem Angebot und Nachfrage aufeinandertreffen ( z. B. Supermarkt (dort bieten die (Einzel-)Händler ihre Produkte an und wir Verbraucher fragen diese dort nach), der Arbeitsmarkt usw. .

Jetzt haben wir gelernt, dass dort, wo Angebot und Nachfrage aufeinandertreffen, der "Markt" entsteht.

Der Markt, also das aufeinandertreffen von Angebot und Nachfrage, regelt auch den Preis für alle Dienstleistungen und Güter. Die nachfolgenden "Gesetze" sind logisch und (sollten) grundsätzlich nachvollzogen werden können:

Angebot hoch - Nachfrage gering = geringer Preis, bzw. der Preis fällt

Angebot gering - Nachfrage hoch = hoher Preis, bzw. dieser steigt weiter an

Was hat dieses Gesetz mit den Interessen der Unternehmen zu tun?

Unternehmen haben grundsätzlich immer (gemeinnützige Unternehmen lassen wir jetzt einmal außen vor) das Ziel, Profite zu erwirtschaften. Den Profit oder auch den Gewinn ermitteln die Unternehmen mit der sogenannten "GuV", der Gewinn- und Verlustrechnung. Dabei werden im Groben alle (betriebswirtschaftlich notwendigen) Ausgaben (Aufwendungen) mit den Einnahmen (Erträgen) verrechnet. Sind die Aufwendungen größer, wie die Erträge, entsteht ein Verlust (und der Unternehmer ärgert sich). Sind die Erträge größer als die Aufwendungen entsteht ein Gewinn (und der Unternehmer freut sich). Aufwendungen entstehen z. B. beim Einkauf von Rohstoffen, durch das Personal, Energiekosten, ... . Erträge entstehen z. B. durch die Verkaufserlöse der hergestellten Produkte, bzw. durch die erbrachte Dienstleistung, durch Zinserträge, ... .

Seit der Agenda 2010, die wir ja der sogenannten "Sozialdemokratischen Partei" verdanken, sind die Löhne in den Keller gefallen. Diese Reform war (angeblich) notwendig, weil es in Deutschland in der ersten Hälfte der Nullerjahre ja angeblich so viele Arbeitslose gab und die heute ja (angeblich) in dieser großen Zahl überhaupt nicht mehr vorhanden sind. Durch die Liberalisierung des Arbeitsmarktes hat man durch die (totale) Aufweichung der Sozialhilfe und durch die Einführung von

"Hartz-IV", und ohne gleichzeitig einen Mindestlohn einzuführen, einen bekanntlich riesigen Niedriglohnsektor erschaffen.

Die Unternehmer freuen sich. Schließlich können diese, der Arbeitsagentur, bzw. den drangsalierenden Jobcentern sei Dank, immer weniger Lohn bezahlen, bis dieser schließlich auf dem Niveau von Hartz-IV liegt. Was wollen die Arbeitnehmern denn auch machen?

Spätestens jetzt leuchtet es auch ein, warum die JC grundsätlich so handeln, wie sie handeln, nicht wahr? Ohne diese ganzen Schikanen und Drangsalierungen würde sich wohl kaum einer so billig auf dem Niedriglohnsektor verschachern lassen, oder? Hinzu kommt aber das Problem, dass es grundsätzlich niemals genausoviele Arbeitsplätze, wie Arbeitssuchende, bzw. umgekehrt soviele Arbeitssuchende, wie Arbeitsplätze geben wird. Diesen Markt soll mir mal Bitte einer zeigen! Einen "perfekten" Markt gibt es nämlich nicht!

Die Arbeitnehmer und Gewerkschaften sind durch die SPD(!!!!!) Ihrer Macht beraubt worden. So wurde das Arbeitslosengeld, bzw. die Sozialhilfe auf das Niveau von "Hartz-IV" gedrückt, ohne gleichzeitig einen (gesetzlichen) Mindestlohn einzuführen, mit der Folge, dass die Unternehmer immer weniger Lohn zahlen mussten (müssen). Was wollen die Arbeitnehmer denn auch machen? Einen gesetzlichen Mindestlohn gab es nicht (mehr), die Arbeitsämter, bzw. die Jobcenter drangsalieren die Arbeitslosen in einer unglaublichen Perversität und pressen diese mit aller Gewalt in den Arbeitsmarkt zurück. Und staatliche Leistungen gibt es (langfristig) nur noch auf dem Niveau von "Hartz-IV.

Das Angebot (an Arbeitskräften) steigt, die Nachfrage der Unternehmen an Arbeitskräften sinkt (u. a. durch die Eurokrise, andere konjunkturelle Abschwächungen, aber auch weil die menschliche Arbeit mehr und mehr durch die Technisierung ersetzt wird, bzw. unnötig wird). Die Arbeitslosen werden mehr und mehr (was die Politik natürlich mit den schönsten Statistiken dem Volk natürlich nicht so verkauft. Es geht doch nichts über ein wirklich gutes Marketing :-)). In der Folge fallen die Löhne mehr und mehr  in den Keller.

Aber das ist ja bekanntlich alles so nicht wahr, bzw. sowieso alternativlos, nicht wahr Frau Bundeskanzlerin?

Zum Schluss möchte ich noch ein schönes Zitat von Mr. Dax alias Dirk Müller zum Nachdenken in den Raum werfen. Dieser sagte einmal sinngemäß:

"Solange der einzelne Arbeitslose glaubt, er wäre selbst schuld an seiner Misere, solange hält er schamvoll den Mund". Vielen Dank, Mr. Dax!

Naja, ich hoffe ein wenig Aufklärung geleistet zu haben!

Viele Grüße

Karl

 

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